Foto: Stefan Sauer (dpa)
Hamburg – Katze ist nicht gleich Katze. Während die einen den Schmusekater auf der Couch sitzen haben, ist der scheue Vierbeiner bei jedem lauten Geräusch unter den Schrank geflüchtet.
Unterschiedlich ist auch, wie viel Fürsorge die verschiedenen Katzentypen brauchen.
Übergewichtige Katzen sind beispielsweise nicht leicht aus der Reserve zu locken. Sie interessiert nur der Napf. Deshalb sollten Halter bei ihnen auf Futterbälle umsteigen, rät Tjalda Saathoff vom Berufsverband der Tierpsychologen und Tiertrainer in Bad Bramstedt. Sie machen das Fressen schwerer und fördern die Intelligenz.
Kampflustige Katzen neigen dazu, Menschen in ihrer Umgebung zu beißen oder zu kratzen. Sobald Kinder im Haushalt sind, ist besondere Vorsicht geboten. Denn dieser Typ Katze ist oft unberechenbar. Der Grund: ein nicht ausgelebter Spiel- oder Jagdtrieb. «Sie braucht dringend viel artgerechte Beschäftigung», sagt Barbara Schöning von der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie in Hamburg. Am besten hat diese Katze so viel Freilauf wie möglich.
Sobald Besuch da ist, suchen scheue Katzen das Weite. Blitzschnell verkriechen sie sich unter dem Bett oder Sofa. Besonders Katzen, die nicht früh an Menschen gewöhnt wurden, neigen zu diesem ängstlichem Verhalten. «Die scheue Katze benötigt viel Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten», erläutert Thiesmann. Diesen Typ könne man nur mit viel Geduld aus der Reserve locken. «Sie ist leicht einzuschüchtern und muss entsprechen sensibel behandelt werden.» Konkret heißt das: Statt eine laute Party in der Wohnung zu feiern, trifft man sich lieber mit Freunden außerhalb.
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